
Die Waldbrandsaison in diesem Jahr war auch für mich umfangreich wie noch nie. Schon Anfang Juli recherchierte ich zur damaligen Lage und drehte für unser Projekt BLAULICHT-MAGAZIN ein Video mit Prognosen und Einschätzungen, sowie Interviews mit Experten. Der Film wurde fast 15.000 Mal aufgerufen und auch Sender wie das ZDF und der MDR griffen auf das Material und die Recherchen zurück. Letztendlich musste man schnell feststellen, dass sich die Vorhersagen bewahrheiteten.
Es folgten mehrere Großwaldbrände, wie man sie in unserer Region oder generell in Deutschland nur selten zu sehen bekommt. Beispielhaft dafür der Großbrand in der Gohrischheide, der Brand im Kreis Elbe-Elster, sowie das Feuer zwischen Thiendorf und Radeburg. Die Feuerwehren kamen an ihre Grenzen, enorme Brandflächen waren das Resultat, es gab Verletzte unter den Feuerwehrleuten. Noch schlimmer war es dann in der Böhmisch-Sächsischen Schweiz. Von diesem Katastrophenwaldbrand dürfte jeder gehört haben, auch dank meiner Berichterstattung nicht nur für unser BLAULICHT-MAGAZIN, sondern auch nahezu für alle TV-Sender in Deutschland. Tag und Nacht war ich im Einsatz und stand zeitweise auch als einziger Kameramann direkt den Flammen aus nächster Nähe gegenüber. Schwierig war dann allerdings das darauf folgende Betretungsverbot der Wälder, die Pressearbeit war nur eingeschränkt möglich, die Behörden spielten nicht mit. Dennoch konnten tagtäglich Informationen und aktuelle Bilder gesammelt und den Redaktionen zur Verfügung gestellt werden.
Das Thema Waldbrände wird uns sicher auch in den kommenden Monaten und Jahren beschäftigen. Vor allem, wenn der Klimawandel weiter in diesem Tempo voranschreitet, müssen sich Feuerwehren und Behörden auf Schlimme Situationen vorbereiten. Ich werde diesen Vorgang auf jeden Fall weiter begleiten…